Trainingslager Engadin und erste Wettkämpfe

In den letzen Monaten drehte sich alles um die ersten (und hoffentlich nicht letzten) Wettkämpfe und Meetings in diesem Jahr. Da einer meiner Saisonhöhepunkte mit einem der grössten Orientierungslauf-Events, dem O-Ringen in Uppsala (SWE), abgesagt wurde, musste ich mich vor allem auf die ersten nationalen Rennen konzentrieren. Die Vorbereitung dazu fand bei mir vor allem in einem fast 2.5 Wöchigen Trainingslager in St. Moritz statt. In der ersten Woche stand dabei der Fokus hauptsächlich auf dem Sprint-OL, in der zweiten Hälfte war aber dann vor allem die Vorbereitung für mein erstes 5000m Meeting im Vordergrund. Nicht ganz unerwartet, hat mich die 400m lange “Tartanbahn” sowie, durch den Clubbeitritt beim BTV Aarau Athletics, auch weitere, kürzere Distanzen sehr in den Bann gezogen und muss tatsächlich sagen, dass nach dem Engadin-TL der Orientierungslauf etwas in den Hintergrund geraten ist.

Das erste LA-Meeting war 2 Wochen nach dem Höhentrainingslager geplant. Mit viel Ambitionen und noch mehr Vorfreude nahm ich die 12.5 Runden am Abendmeeting in Regensdorf in Angriff und wurde nach 15:54,07 gestoppt. Leider etwas über meinem geplantem Ziel. Die Zeit im rund zwei Wochen darauf folgende Meeting in Bulle, ebenfalls über die 5000m, wurde trotz überragendem Laufgefühl, in erneut unzufriedenen 15:52.77 angehalten. Der letzte vorerst geplante Event auf der 400m-Bahn fand in Thalwil über 3000m statt. 9:22,05 und Sieger in der 2. Serie, allerdings blieb der Exploit weiterhin aus.

Mein persönliches Highlight in dieser Saison, konnte glücklicherweise trotz Corona-Situation stattfinden. Die SPM (Schweizermeisterschaft Sprint-OL) wurde am vergangenen Wochenende in Kreuzlingen durchgeführt. Meine Taktik war die physische Form zu nutzen, volles Risiko zu gehen und dadurch das mir fehlende sprintspezifische Training einigermassen zu kompensieren. Leider wurde mir schon ab dem 4. Posten klar, dass es heute nichts mehr mit einer Top-Platzierung wird. Eine kurze Unachtsamkeit brachte mir dabei einen 30s Fehler ein. Ich konnte den Läufer vor mir trotzdem einholen, verlor aufgrund mentaler ‘Überforderung’ allerdings immer wieder den Kontakt und verlor deshalb auch immer wieder Zeit. Auf dem Schlussteil konnte ich nochmals aufdrehen und verlor auf den letzten 6 Posten nur noch knapp 12s auf die Siegerzeit. Das Fazit dennoch: “Von nicht kommt nichts!”

Für den weiteren Verlauf der Herbstsaison habe ich keine grösseren Ziele mehr gesetzt und werde mehr oder weniger Spontan schauen, welche Orientierungs- und Strassenläufe ich noch absolvieren werde. Bis zur Saisonpause anfangs November ist mir deshalb wichtig, die einigermassen guten physische Form sowie den Spass am Laufsport zu nutzen und das bestmögliche aus der aktuellen Wettkampfperiode rauszuholen.